Verfasst von: Norman0406 | 1. Juli 2011

Zusammenfassung Ballonmission 2011

Am Mittwoch, den 29.06.2011, fand endlich unser Ballonprojekt auf der Bundesgartenschau in Koblenz statt. Der Club traf sich gegen 8 Uhr auf dem Gelände zur Vorbereitung. Dort wurde zunächst das Zelt aufgebaut sowie die Technik, die zur Verfolgung benötigt wurde. Hinter dem Zelt wurde der Startplatz eingerichtet, der zur Schonung des empfindlichen Latex-Materials des Ballons mit einer Plane ausgelegt wurde. Nachdem gegen 9 Uhr offizieller Einlass war, bemerkten immer mehr Besucher unseren prominent platzierten Stand in der Nähe des Eingangsbereichs. Das Befüllen des Ballons konnte gegen 11:30 Uhr beginnen und lockte bereits viele Besucher an den Startplatz. Ortsverbandsvorsitzender Arno Herz erhielt dann gegen 11:45 Uhr die Startfreigabe der Deutschen Flugsicherung für 12:00 Uhr. Der Technikcheck war positiv und somit konnte der Ballon gegen 12:02 Uhr unter den Augen der interessierten Besucher gestartet werden. Der Ballon sendete neben den Positions- und Höhendaten auch Live-Bilder über ATV (Amateurfunkfernsehen), sowie jede Minute ein Standbild über SSTV (Slow Scan Television) an die Bodenstation. Dementsprechend konnten die Besucher nach dem Start das Gelände der Bundesgartenschau und die umliegende Region live aus der Luft betrachten. Das Rufzeichen lautete DL0LAY, die Kennung des Ballons wurde auf K32001 festgelegt, in der Hoffnung auf weitere Missionen in der Zukunft.

Gegen 12:30 machten sich zeitgleich drei Verfolgerteams auf den Weg, um den Ballon über das durch APRS (Automatic Packet Reporting System) ausgesendete Positionssignal zu verfolgen. Der Ballon begann seinen Flug in Nord-Ost-Richtung über Montabaur, Bad Marienberg und Siegen. Dort wechselte er plötzlich seine Richtung nach Nord-West in Richtung Olpe, als er in rund 18 km Höhe in eine hoch gelegene Strömung eintrat. Die maximale Höhe wurde um 15:15 mit 29791 m über Gummersbach erreicht, als der durch den niedrigen Luftdruck aufgeblasene Ballon platzte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Ballon eine durchschnittliche Steigrate von 2.5 m/s (9.3 km/h). Nach einer rasanten Abstiegsphase mit rund 30 m/s (108 km/h) öffnete sich der Fallschirm und verlangsamte den Abstieg mit einer durchschnittlichen Sinkrate von 10 m/s (36 km/h). Kurz nach Beginn der Abstiegsphase änderte der Ballon wieder seine Flugrichtung nach Nord-Ost in Richtung Lüdenscheid. Die Abstiegsdauer betrug 43 Minuten, als er gegen 15:58 Uhr in der Nähe der Autobahn A45 in Ober-Hunscheid auf einem Feld landete. Die genauen Fundkoordinaten betrugen 51° 14.710′ N, 7° 38.590′ E.

Einige bange Momente erlebten die Verfolgerteams, als der sinkende Ballon um 15:33 Uhr ab einer Höhe von knapp 11 km über Rönsahl plötzlich keine gültigen Positions- und Höhendaten mehr sendete. Es wurden zwar APRS-Pakete mit aktuellem Zeitstempel empfangen. Diese enthielten jedoch neben der Bemerkung „NO FIX“ keine gültigen Daten. Vermutlich verlor der GPS-Empfänger aufgrund von Vereisung kurzzeitig das Signal zu den Satelliten. Um 15:50 meldete sich zur allgemeinen Erleichterung der Ballon über Lüdenscheid wieder in einer Höhe von 3400 m. Anschließend machten sich die Verfolgerteams über die A45 auf den Weg nach Lüdenscheid zur Bergung.

Knapp eine Stunde nach der Landung traf das erste Team am vermuteten Fundort ein. Leider konnte das Peilsignal des Fuchssenders nicht aufgenommen werden, was eine genaue Ortung zunächst erschwerte. Glücklicherweise sendete jedoch der APRS-Sender weiterhin eine gültige Position aus, sodass mittels GPS-Gerät die Nutzlast auf einem Feld in der Nähe einer Wetterstation aufgefunden werden konnte. Augenscheinlich befand sich alles in einem guten Zustand, die Nutzlast wurde verpackt und mit dem PKW wieder nach Koblenz zur Basisstation auf dem Gelände der Bundesgartenschau gebracht. Die Teams trafen schließlich gegen 19:30 Uhr wieder auf der Buga ein.

Alles in allem kann man behaupten, dass unsere erste Ballonmission ein voller Erfolg war. Nach mehreren Monaten Vorbereitungszeit und intensiver Arbeit haben wir unsere Ballon-Premiere gut hinter uns gebracht. Es funktionierte beinahe alles so, wie geplant und es konnten viele Buga-Besucher Einblick in unser Hobby nehmen. Der extra in den USA besorgte GPS-Empfänger (handelsübliche Empfänger liefern ab einer Höhe von rund 18 km keine Position und Höhe mehr) funktionierte gut und ermöglichte so eine schnelle Verfolgung. Lediglich die viertelstündige Informationslücke über Rönsahl und der Ausfall des Fuchssenders bereiteten uns Sorgen. Die Auswertung der Daten ist bereits in Gange und der Ballon hat viele Fotos von Koblenz und Umgebung aufgenommen. Die Flugroute lässt sich jederzeit über die Website aprs.fi nach Eingabe des Rufzeichens DL0LAY-7 und des korrekten Datums betrachten.

Dank an alle Mitglieder des OV Mittelrhein K32, Zweitmitglieder und Funkfreunde aus den Nachbar-Ortsvereinen, die an dem Gesamtprojekt BUGA mitgearbeitet haben und ihren Beitrag zum Gelingen der öffentlichen Veranstaltungen auf der BUGA geleistet haben. Herzlichen Dank an alle Sach- und Geldspender, insbesondere für das Ballonprojekt. Besonderen Dank an die Webmaster im Hintergrund für den unermüdlichen Einsatz, alle Homepages zeitnah entsprechend den aktuellen Ereignissen zu aktualisieren. Weiterhin besonderen Dank an:

  • Ortsverband Neuwied K08
    Zur Verfügungstellung des 13cm ATV-Senders. Ansprechpartner: OVV Franz-Robert Höfer DF4PN und Verfolger Franz DF9PV.
  • Ortsverband Worms K11
    Technische Detailfragen, sehr gute und freundliche Zusammenarbeit mit Informationsaustausch. Ansprechpartner: OVV Ludwig Senitsch DH8SL, Gerda DJ3PR und Willi DH3PZ.
  • KEVAG Koblenz
    Sponsoring Helium Gas durch die Abtlg. Unternehmenskommunikation.
  • Arbeitskreis Amateurfunk in der Schule AATiS e.V.
    Zur Verfügungsstellung des Ballons, Einbindung in die Luftfahrt-Haftpflichtversicherung. Ansprechpartner: Oliver Amend DG6BCE.
  • Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH
    AnsprechpartnerInnen und BegleiterInnen für alle organisatorischen Fragen: Frau Svenja Gille, Frau Erika Hofmann, Frau Maike Schmillen und Frau Helth. Besonderen Dank an das BUGA-Technik-Team vor Ort für die Versorgung mit Strom, HIFI-Anlagentechnik und Zelt.
  • Fachhochschule Koblenz
    Frau Hesse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.
  • DARC e.V. Distriktvorstand (K) Rheinland-Pfalz
    Finanzielle Unterstützung in Form eines Projektzuschusses, Finanzierung der QSL-Karten DR11BUGA. Besonderen Dank an Marcel DK7UP für Einweisung in ARDF, Teilnahme am Kidsday mit Schnupperpeilen und fürs zur Verfügungstellung des 80m Fuchssenders in der Ballonnutzlast.
  • DARC e.V. Baunatal
    Unterstützung durch diverse Projektzuschüsse aller BUGA-Projekte mit diversen Fachthemen. Insbesondere Frau Stephanie Heine (Öffentlichkeitsarbeit).
  • Deutsche Flugsicherung DFS
    Für die Startgenehmigung und Ausstellung der NOTAM, Michael Stumpe CC IFB-M

Es sei an dieser Stelle auch auf den hervorragenden Blogeintrag von Daniel Fischer von Skyweek Zwei Punkt Null verwiesen, der unser Event gestern vor Ort begleitet hat.

Vermutlich war dies nicht unser letzter Ballonstart…

Nachfolgend eine Bildergallerie mit den Eindrücken des Tages, am Boden wie aus der Luft.

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Verfasst von: Norman0406 | 28. Juni 2011

Empfangsberichte

Nun ist es (fast) soweit. Wir stecken in den letzten Vorbereitungen für den Ballonstart morgen, am 29. Juni. Wir beginnen bereits früh morgens mit dem Aufbau des Equipments auf dem BUGA-Gelände, ab 12 Uhr wird dann der Start angepeilt. Interessierte Besucher sollten sich gegen 11:30 Uhr einfinden. Dieser Blogeintrag soll dazu dienen, ab morgen eventuelle Empfangsberichte zu sammeln. Nachfolgend sind alle verfügbaren Frequenzen noch einmal aufgelistet:

APRS  144,800 MHz
ATV-Kamera  2343 MHz
SSTV-Kamera  432,400 MHz
Fuchs Peilsender  3,578 MHz (Kennung MOI)

 

Die Frequenz der ATV-Kamera liegt auf der Eingabefrequenz des ATV-Relais DB0NKA und lässt sich somit auch über dieses Relais im Koblenzer Empfangsbereich auf 2380 MHz empfangen. Wenn also jemand den Ballon und sein Signal empfangen bzw. geortet hat, würden wir uns über einen entsprechenden Kommentar in diesem Artikel freuen. Falls möglich, werden wir auch hier live aktuelle Statusupdates veröffentlichen.

Verfasst von: Norman0406 | 23. Juni 2011

Kinder haben das Wort – Amateurfunk hautnah

Am 18. Juni ging der Nachwuchs bei den Funkamateuren verstärkt auf Sendung.

Am Samstag, 18. Juni 2011, hatten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, mit Gleichaltrigen weltweit über Funk Kontakt aufzunehmen. Die Amateurfunkverbände riefen an diesem Tag zum Internationalen Kids Day auf und übergaben das Mikrofon in Kinderhand. Auch die Funkamateure des Deutschen Amateur-Radio-Club e. V, Ortsverband Mittelrhein beteiligten sich an dieser Aktion und luden den Nachwuchs dazu ein, live vom BUGA Gelände auf der Festung Ehrenbreitstein, ihr faszinierendes Hobby Amateurfunk zu erleben.

„Getreu unserem Motto: „Keine Langeweile mit kurzen Wellen“, wollten wir der Jugend unser Hobby näherbringen und sie an unserer Faszination teilhaben lassen“, erklärt Arno Herz, Vorsitzender des Ortsverbandes Mittelrhein K32. Seit über 25 Jahren ist er engagierter Funkamateur und erreicht die ganze Welt über die Funkstation in seinem Haus. In der Zeit von 10:00 bis 20:00 Uhr präsentierte er, gemeinsam mit den Mitgliedern seines DARC-Ortsverbandes Mittelrhein Funkaktivität pur. Auf der Festung Ehrenbreitstein erwartete die Kinder neben dem Funkbetrieb auch ein abwechslungsreiches Programm. Die Kinder erhielten an diesem Tag Einblicke in die Welt des Amateurfunks, lernten das Amateurfunkpeilen kennen und durften unter Anleitung erfahrener Funkamateure selbst Funkbetrieb abwickeln. Gerade das Amateurfunkpeilen entwickelte sich zum Highlight der Veranstaltung. Viele Kinderstimmen waren an diesem Tag im Äther und riefen „CQ Kids Day“. Kam ein Kontakt zu Stande, wurden u. a. Name, Alter und Lieblingsfarbe untereinander ausgetauscht. Die Funkamateure wollten mit dieser Aktion auch einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten und konnten eine rege Teilnahme verzeichnen.

Ein weiterer Programmpunkt war ein Mini-Morsekurs. Unter Anleitung erfahrener Funkamateure konnten die Kinder und alle, die wollten, ein Morsediplom erarbeiten. Die jüngste Neu-Funkerin war 6 Jahre alt und konnte ebenso ihr Morsediplom in Empfang nehmen, wie ihre 80 Jahre ältere Großmutter.

Verfasst von: Norman0406 | 23. Juni 2011

Nutzlast und neuer Standort

Am kommenden Mittwoch, dem 29.06.2011 findet der Start unseres Stratosphärenballons auf der BUGA statt. Aufgrund der zu erwartenden Westwinde und der Bäume am alten Standort, haben wir uns entschieden, den Standort etwas zu verschieben (siehe Karte unten). Das Zeitfenster bei der Deutschen Flugsicherung beträgt 10 – 15 Uhr UTC (also 12 – 17 Uhr MESZ), wir rechnen mit dem Start gegen 12 Uhr.

Die Nutzlast ist nun fertig aufgebaut, Detailbilder sind in der untenstehenden Galerie zu finden, ebenso wie ein Blockschaltbild. Der Fuchsjagdsender sendet auf 80 m in der Kennung „MOI“.

Wir freuen uns über zahlreiche Besucher.

Verfasst von: Norman0406 | 10. Juni 2011

Startplatz Stratosphärenballon

Der Startplatz für den Start des Stratosphärenballons am 29.06. steht nun fest und kann untenstehender Grafik entnommen werden. Die Bestätigung der Flugsicherung liegt nun vor, es wird mit einer Startzeit von ca. 12 Uhr gerechnet. Wir freuen uns über jeden interessierten Besucher und stehen für Fragen gerne jederzeit bereit.

 

Verfasst von: Norman0406 | 8. Juni 2011

BUGA-Kidsday

Termin: 18.06.2011

Der Kids-Day ist ursprünglich eine Initiative des amerikanischen Amateurfunkverbandes ARRL. Zweimal im Jahr können Kinder und Jugendliche in das Hobby Amateurfunk Einblick nehmen und an interessanten Aktionen teilnehmen. Zum Anlass des kommenden Kids-Day am 18.06.2011 veranstaltet der Ortsverband Mittelrhein auf dem Gelände des Bundesgartenschau in Koblenz eine Fuchsjagd für die jungen Besucher.

Eine Fuchsjagd ist der sportliche Bereich des Amateurfunks. Dabei müssen in möglichst kurzer Zeit vorher in der Umgebung versteckte Peilsender mit einem speziellen Peilempfänger aufgespürt werden. Das BUGA-Gelände bietet dazu vielfältige Möglichkeiten. Außerdem bietet sich an dem Tag die Gelegenheit, in weitere interessante Bereiche des Amateurfunks Einblick zu nehmen.

Der Standort befindet sich auf der Festung Ehrenbreitstein, in der Nähe des Kletterspielplatzes Werk Bleidenberg. Teilnehmer erhalten eine Urkunde.

Verfasst von: Norman0406 | 6. Juni 2011

Blockschaltbild

Die Aufbaustruktur des Ballons wurde modular entwickelt. An den Enden jeder Seilstrecke sind Wirbel aus dem Angelzubehör angebracht, um ein Verdrillen des Seils zu verhindern. Das ist wichtig, da Teile des Ballons wie der Radarreflektor oder Reste des geplatzten Ballons wie ein Segel wirken und durch den starken Wind in der Höhe das Seil verdrillen können. Aufgrund der Trägheit des Systems würde sich das Seil nicht automatisch entdrillen, wodurch sich in der Abstiegsphase den Fallschirm wieder schließen könnte.

Die Startzeit des Ballons am 29.06. wurde bei der Deutschen Flugsicherung mit 12:00 lokal angegeben, die Bestätigung in der NOTAM-Veröffentlichung wird in Kürze erwartet. Der Startplatz befindet sich auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, 50° 21,856′ N / 7° 36,828′ E.

Der ATV-Sender wiegt 477 g und läuft ca. 3,5 Stunden. Es sollte sich also mindestens die volle Aufstiegsphase über ATV auf den Bildschirmen verfolgen lassen.

 

Verfasst von: Norman0406 | 31. Mai 2011

AATiS Ballonmissionen 2011

Das Rundschreiben der AATiS (Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule e.V.) veröffentlicht Informationen zu geplanten Ballonmissionen. Dort lassen sich alle Termine für das Jahr 2011 ablesen:

Verfasst von: Norman0406 | 29. Mai 2011

Ballonstart im OV Worms, K11

Am Sonntag, dem 15.05., war eine kleine Delegation unseres Ortsverbandes zu Gast in Worms bei K11. Anlass war der geplante Ballonstart während des Festivals „Rheinradeln“ am Herrnsheimer Schloss und damit verbundener gegenseitiger Wissensaustausch. Die Nutzlast des Ballons bestand aus einer militärischen Wettersonde, einem APRS GPS-Sender zu Lokalisation und einem 80m Peilsender zur anschließenden genauen Ortung. Weiterhin flog eine hochauflösende Flycam mit, um die Flugphase zu dokumentieren.

Nach der Vorbereitung und der Freigabe durch die Flugsicherung erfolgte der Start des Ballons mit Rufzeichen DL0WJ gegen 12:45. Nach einer halben Stunde machten sich auch die Verfolgerteams auf den Weg, um den Ballon über das ausgesendete GPS-Signal zu verfolgen. Nach einer etwa anderthalbstündigen Aufstiegsphase platzte der Ballon planmäßig in einer Höhe von knapp 23 km und begann seine Abstiegsphase über dem Odenwald. Nach 45 weiteren Minuten verstummte der GPS-Sender in einer Höhe von 610 m und der Ballon war gelandet. Kurze Zeit später war auch das erste Verfolgerteam in der Nähe des Landeplatzes angekommen und fand den Ballon über das 80 m Peilsignal recht schnell in einem Baum hängend. Die Bergung verlief reibungslos und die Nutzlast konnte für die anschließende Auswertung eingepackt werden.


Es war eine sehr interessante Veranstaltung und wir konnten wertvolle Informationen sammeln, um den eigenen Ballonstart am 29.06. möglichst reibungslos durchführen zu können. Vielen Dank an den OV Worms für den guten Informationsaustausch und die freundliche Unterstützung!

Die Flugroute lässt sich unter Eingabe des Rufzeichens DL0WJ und Wahl des korrekten Datums auf aprs.fi noch ansehen. Weitere Informationen finden sich außerdem auf dem Blog des OV Worms.

Verfasst von: Norman0406 | 29. Mai 2011

ATV-Sendemodul im Langzeittest

An Bord des Ballons wird sich ein 13cm Sendemodul befinden. Derzeit erfolgt ein Langzeittest bei OVV Arno, DL1PBC. Der 200 mW Sender benötigt die größte Akku-Kapazität aller an Bord befindlichen Geräte. Daher wird auch hier ein sepatater Akku-Block benötigt. Vorgesehen sind 3 LiIo-Akkus in Reihe geschaltet mit 4 Ah. Im geladenen Zustand haben sie 12,3 V (Leerlaufspannung 10,8 V ) und liefern nach 1 Stunde im Testbetrieb noch 11,7 V. Der erste Akku-Satz aus einem gebrauchten Laptopakkupack hatte den Langzeittest bereits nach kurzer Zeit nicht bestanden. Als Antenne dient ein auf kupferkaschierte Leiterplatte geäzter Dipol.

Am Aktionstag kann das Signal über das in der Nähe befindliche ATV-Relais DB0NKA oder direkt auf 2343 MHz empfangen werden. Hierzu dient ein durchstimmbarer Empfänger. Das Videosignal wird über eine TV-Karte im PC gleichzeitig aufbereitet und aufgezeichnet und kann anschließend über Bildschirm und Beamer live beobachtet werden.

Die Tests verliefen bisher erfolgreich.

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